swhl e-mobil Auswertung


Ableitungen für die e-mobile Zukunft der Hansestadt

Laut der dena-Leitstudien und der Zielvorgaben der Bundesregierung soll die Zahl der Elektrofahrzeuge bis 2030 deutschlandweit auf ca. 9 Millionen anwachsen. Wie viele Ladepunkte braucht Deutschland in den nächsten 5 bis 10 Jahren? Dieser Frage ist die neue Studie „Ladeinfrastruktur nach 2025/2030 – Szenarien für den Markthochlauf“ der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur nachgegangen. Ein zentrales Ergebnis der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Auftrag gegebenen und vom Reiner Lemoine Institut durchgeführten Untersuchung: 2030 könnten deutschlandweit bis zu 14,8 Millionen batterieelektrische E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride zugelassen sein. Für Lübeck könnte dies nach eigenen Schätzungen mehr als 30.000 Elektrofahrzeuge bedeuten

Eine wichtige Grundlage für die Analyse bildeten die mit der App swhl e-mobil durchgeführten Datenerhebungen. Im Fokus standen dabei die Fahrten der Nutzer:innen im Hinblick auf zurückgelegte Strecken sowie die Start- und Endpunkte. Zusätzlich werteten die Forschenden das Ladeverhalten sowie den theoretisch resultierenden Lastgang der virtuellen Elektrofahrzeuge aus. Nach Bereinigung der Daten konnten schließlich 1.028 Fahrten von 88 App-Nutzer:innen für die Untersuchung herangezogen werden. Hier zeigte sich einerseits, dass die einzelnen Startpunkte breit über Lübeck verteilt waren. Zudem konzentrierten sich viele Fahrten auf das Lübecker Stadtzentrum. Der überwiegende Teil war kürzer als 20 Kilometer und fand vermehrt zu den Pendlerzeiten morgens zwischen 5 und 7 Uhr und nachmittags zwischen 14 und 15 Uhr statt. Dazu gaben 59 Prozent aller Nutzer:innen an, dass sie in der direkten Umgebung keine Lademöglichkeit für ihr Fahrzeug finden konnten.

Und was bedeutet das für die e-mobile Zukunft der Hansestadt? Zunächst zeigen die Daten, dass Lübeck mehr Ladepunkte benötigt – auch und besonders im Stadtkern, wie die Dichte der Fahrten in diesem Bereich nahelegt. Die festgestellten Lade-Peaks liefern außerdem wichtige Erkenntnisse für den weiteren Ausbau des Verteilnetzes in Lübeck. Darüber hinaus unterstreicht die Analyse der Lademuster, welche Angebote künftig nicht fehlen sollten: An Wochentagen wollten die App-Nutzer:innen morgens eher am Arbeitsplatz laden, abends hingegen lieber zu Hause. Dies lässt darauf schließen, dass E-Autofahrer:innen vermehrt auf die Ladestationen ihrer Arbeitgeber angewiesen sind und hier ein signifikanter Bedarf besteht. Effektives Workplace-Charging setzt jedoch eine individuelle Planung auf der Basis von Nutzerpräferenzen voraus – mit Blick auf die Infrastruktur und den Ladebetrieb.

An dieser Stelle können Sie auf die Expertise der Stadtwerke Lübeck setzen. Wir sichern Ihnen nicht nur Netzstabilität und Netzauslastung zu, sondern unterstützen Sie mit unseren Lösungen von der Planungsphase bis hin zum laufenden Betrieb. So können Sie kosteneffizientes Workplace-Charging in Ihrem Unternehmen anbieten und damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit leisten.

Geben auch Sie Ihren Beschäftigten jetzt schon die Möglichkeit, ihre Elektrofahrzeuge am Arbeitsplatz zu laden. Als Ansprechpartner steht Ihnen unser Experte für Elektromobilität Marc Kudling gern für eine unabhängige Beratung zur Verfügung.